Heilpraktikerin Antje Streifler - Berlin Mitte
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Darmstörungen

Mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Reizdarm-Syndrom, Bauchschmerzen und Stuhlunregelmäßigkeiten

Definition

Bei rezidivierenden oder chronischen abdominellen Beschwerden wie z.B. Bauchschmerzen oder Stuhlunregelmäßigkeiten kann in vielen Fällen keine zugrundeliegende körperliche Erkrankung festgestellt werden. Das heißt die Beschwerden bestehen und diagnostisch können Erkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, akute Darmentzündungen oder Darmkrebs ausgeschlossen werden. Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen lassen sich auch mit Akupunktur und Phytotherapie behandeln, in schweren Fällen begleitend zur medikamentösen Therapie.

 

Ursachen

Im nächsten Schritt können dann häufige Faktoren, die zu Darmstörungen führen, untersucht werden. Dazu gehören : Lactoseunverträglichkeit, Fructoseunverträglichkeit, Störungen der Darmflora, Maldigestion, Malabsorption, Nahrungsmittelallergien,  Histaminosen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder psychisch-vegetative Ursachen.

Diese Faktoren sind mit Darmspiegelungen und Ultraschalldiagnostik nicht nachweisbar, führen aber einerseits zu Symptomen im Verdauungstrakt wie Verstopfung, Durchfall, auffälligen Stuhlkonsistenzen, Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl und auf der anderen Seite zu systemischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Erschöpfung, Hitzewallungen, Herzrasen, dem Gefühl nicht richtig durchatmen zu können oder Rückenschmerzen.
Auf mentaler Ebene führen die o.g. Ursachen häufig zu Konzentrationsstörungen, Nervosität, Ängstlichkeit, depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen.

Das entstehende Beschwerdebild wird häufig auch unter dem Begriff „Reizdarmsyndrom“ zusammengefasst. In den meisten Fällen lassen sich mehrere zugrundeliegende Faktoren identifizieren. Eine familiäre Häufung kann in vielen Fällen beobachtet werden, wobei sowohl eine genetische Veranlagung als auch psychologische Prozesse hierfür verantwortlich sein können. 
Bei vielen Patienten mit unklaren abdominellen Beschwerden liegen eine oder mehrere Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor. In den meisten Fällen sind Lactose, Fructose oder Sorbitol die Nährstoffe, die nicht vertragen werden. Wenn diese Stoffe nicht von den Darmzellen aufgenommen werden können, ziehen sie zum einen Wasser in den Darm, wodurch es zu Durchfällen kommen kann und werden andererseits häufig von Darmbakterien zersetzt. Dadurch kommt es zur Gasbildung und zusätzlich zur Bildung kurzkettiger Fettsäuren neben Durchfall, auch Blähungen und Bauchschmerzen verursacht.
 
Eine gestörte Darmflora bedeutet ein Missverhältnis zwischen physiologischen und pathologischen Darmbakterien. Dieses tritt manchmal in der Folge von anderen Darmstörungen auf, wenn das Millieu im Darm bereits verändert ist oder als Folge einer Antibiotika-Therapie.


Eine Maldigestion liegt dann vor, wenn die Nahrung nicht ausreichend aufgespalten werden kann aufgrund eines Mangels an Verdauungsenzymen aus Magen und Bauchspeicheldrüse oder Gallensäuren aus der Leber.


Die Malabsorption beschreibt Störungen weiter unten im Verdauungstrakt, wenn die Nährstoffe im Darm nicht richtig aufgenommen werden können. Dies kann z.B. in der Folge von Magen-Darm-Infekten auftreten.


Emotionaler Stress wie Ärger, Angst, oder Nervosität wirkt sich direkt auf den Magen-Darm-Trakt aus, da zwischen dem Großhirn und dem enterischen Nervensystem (das sogenannte "Bauchhirn") zahlreiche Nervenverbindungen bestehen.

 

Behandlung

Die Behandlung hängt natürlich von den jeweiligen Ursachen ab. Bestehen Nahrungsmittelintoleranzen sind die entsprechenden Lebensmittel zu meiden oder zu reduzieren.
In einzelnen Fällen können die entsprechenden Enzyme auch substituiert werden. Bei Störungen der Darmflora ist eine Darmsanierung bzw. probiotische Therapie sinnvoll. Maldigestion und Malabsorptionen lassen sich manchmal phytotherapeutisch behandeln.

In jedem Fall sollte auf eine individuell passende Ernährung geachtet bzw. umgestellt werden.

Bei emotionaler Beteiligung ist eine unterstützende Behandlung durch Akupunktur oder Homöopathie sehr sinnvoll.

 

Letztes Update 15.03.2012 | Copyright© Heilpraktikerin Antje Streifler 2010 | Seite drucken: Darmstörungen