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Ginkgo

Ginkgo verbessert die Fließeigenschaft des Blutes und wirkt durchblutungsfördernd und gefässerweiternd

Ginkgo

GINKGO BILOBA

Pflanzenfamilie: Ginkgogewächse : GINKGOCEAE
biloba = zweilappig

Volksnamen:

Silberpflaume, Fächerblattbaum, Beseeltes Ei, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Frauenhaarbaum, Goethebaum, Goldfruchtbaum, Großvater-Enkel-Baum, Japanbaum, Japanischer Nussbaum, Mädchenhaarbaum, Tausend Taler, Tempelbaum, Weiße Frucht
Englischer Name: Fossil tree, kew tree, maidenhair tree, temple tree

Verwendete Pflanzenteile:
Ginkgoblätter = FOLIA GINKGO
Ginkgosamen = SEMEN GINKGO

Botanik

Der Ginkgobaum ist der einzige noch existierende Vertreter der Ginkgophyta. Diese Abteilung existiert schon seit 290 Millionen Jahren. Aufgrund seiner langen Entwicklungsgeschichte und einer Reihe von ursprünglichen Merkmalen gilt der Ginkgo biloba als das älteste lebende Fossil der Pflanzenwelt, dessen nähere Verwandte alle ausgestorben sind.
Ursprünglich stammt der Baum aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen als Tempelbaum kultiviert wird. Von holländischen Seefahrern wurde er aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730  als Zierbaum gepflanzt.
Er erreicht eine Höhe von bis zu 40 m (in 100 Jahren). Charakteristisch sind seine fächerförmigen,  parallelnervigen Blätter.

Bäume unterschiedlichen Geschlechts sind bis zur Geschlechtsreife, die erst im Alter zwischen 20 und 35 Jahren erfolgt, äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden.
Die Samen des weiblichen Ginkgobaumes haben einen unangenehmen Geruch nach Buttersäure, welcher dazu führt, dass in Europa vornehmlich männliche Ginkgobäume aus Stecklingen angepflanzt werden. Ganz entgegengesetzt dazu werden in China und Japan diese essbaren Samen als Delikatesse hoch geschätzt und darum werden dort vorwiegend weibliche Bäume gesetzt.
Ginkgo eignet sich gut als Stadtbaum, da er anspruchslos ist und weitgehend resistent gegen Schädlingsbefall, Autoabgase und Streusalz. Lediglich auf Frost und Verpflanzung reagiert er empfindlich.

Inhaltsstoffe

Blätter:

0,5-2 % Flavonolglykoside
v. a. Kämpferol, Quercetin- und Isorhamnetinderivate
0,4-2 % Biflavone
u. a. Amentoflavon, Bilobetin, Ginkgetin, Isoginkgetin, Sciadopitysin,
4-12 % Proanthocyanidine
Ginkgolide Sowohl der Abwehrmechanismus und die medizinischen Eigenschaften des Ginkgos als auch seine hohe Lebenserwartung sind auf die Ginkgoliden zurückzuführen. Das Ginkgoloid B ist besonders wirksam gegen Blutgerinnung. Aufgrund Ihrer Komplexität ist es noch nicht gelungen ist, diese Stoffe in vollem Umfang synthetisch herzustellen.
Ginkgolsäure
Polyprenole
Methylmyricetin
Syringetin

Samen:

Kalium
Nikotinsäure
Vitamin A, B1, B2, C
geringere Mengen an Kupfer, Phosphor, Magnesium, Pantothensäure und Eisen
Ginkgolsäure
Ginkgol (verhindern gewisse Pilz- und bakterielle Infektionen)
Ginnol
Bilobol 
etwa 68 % Stärke
13 % Proteine
Lipide
Pentosane
kleine Mengen von Urushiol, ein Wirkstoff, der bei empfindlichen Menschen zu bestimmten Hauterkrankungen führen kann.


Wirkungen

-    verbessert die Fließeigenschaft des Blutes und v.a. die Mikrozirkulation
-     hemmt den Platelet Activating Factor (PAF) und die Acetylcholinesterase
-    hemmt die altersbedingte Reduktion von Botenstoffen im Gehirn
-    durchblutungsfördernd
-    gefässerweiternd
-    antioxidativ
-    vermindert Schädigungen und fördert die Regeneration in Gehirn und Rückenmark (neuroprotektiv)
-    antiasthmatisch
-    antiseptisch

Nebenwirkungen:
Der Saft der Sarcotesta (Haut der Ginkgosamen) kann zu Hautreizungen und Allergien führen.
Das  Innere des Samens kann Lebensmittelvergiftung hervorrufen die von MPN (4-methoxypyridoxine) verursacht werden, besonders bei Kindern mit Vitamin B6-Mangel, wenn es über einen längeren Zeitraum oder in großen Mengen konsumiert wird  (über 5 Samen/Tag).
Ginkgo kann die Wirksamkeit bestimmter Chemotherapeutika herabsetzen.

Anwendung

Blätter:

Die Anwendung der Ginkgoblätter sollte in der Regel über einen längeren Zeitraum von mindestens 3 Monaten erfolgen. Zu den Anwendungsgebieten gehören:
-    Vorbeugung von Schlaganfällen
-    Arteriosklerose-Prophylaxe bei Rauchern
-    Fettstoffwechselschwächen oder Dauerstress 
-    als Tonicum für Menschen nach dem 60. Lebensjahr
-    essentielle Thrombozythämie
-    Hirnleistungs- und Hirndurchblutungsstörungen (zerebrale Hypoxie)
-    Demenzformen
-    depressive Verstimmungen
-    Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
-    Lernschwierigkeiten
-    gefäßbedingter Schwindel und Kopfschmerzen
-    Tinnitus sowie Minderung der Hörleistung
-    Reduziert Netzhautödeme, verhindert die Zerstörung der Zellen der Netzhaut
-    begleitende Behandlung eines Glaukoms
-    periphere arterielle Durchblutungsstörungen v.a. in den Beinen, claudicatio intermittens
-    äußerlich soll Ginkgo der Faltenbildung entgegen wirken und die Haut straffen,  die Haarstruktur verbessern und die Durchblutung der Kopfhaut fördern
-    Hautgeschwüre aufgrund von mangelnder Durchblutung,
-    Dekubitus, Wundliegen
-    Diabetes

Chinesische Medizin

In der Chinesischen Medizin wird der Ginkgo vor allem den Funktionskreisen Herz und Lunge zugeordnet. Hier wird er eingesetzt um den geistigen Aspekt des Herzens (Shen) zu ermuntern und um das Nieren-Yang zu stärken z.B. bei Erschöpfung oder Ängsten.
Das zu Puder zermahlene Blatt wird bei Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen inhaliert.
Gekochte Blätter werden auch zur Behandlung von Frostbeulen aufgelegt.
Die Samen werden In China häufiger gebraucht als die Blätter. Zum Beispiel bei  Asthma, Husten, instabiler Spermienproduktion, als Verdauungshilfe und um die Effekte von Alkoholkonsum zu unterdrücken.

Letztes Update 03.04.2012 | Copyrightę Heilpraktikerin Antje Streifler 2010 | Seite drucken: Ginkgo