Heilpraktikerin Antje Streifler - Berlin Mitte
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Huflattich

Huflattich lindert den Hustenreiz, wirkt schleimverflüssigend und fördert das Abhusten

 

Huflattich

TUSSILAGO FARFARA
TUSSIS = lat. Husten ago = vertreiben
Korbblütler : ASTERACEAE (COMPOSITAE)
Unterfamilie : ASTEROIDAE

Volksnamen:
Brustlattich, Brandlattich, Papenmütz, Ohmblätter,
Chappeler, Eselschrut, Fohlenfuß, Hitzeblätter, Lehmblümel,
Märzblume, Sandblume, Männerblume,
Tabakkraut, Zytröseli
englischer Name: coltsfoot

Verwendete Pflanzenteile:
Blätter = FARFARAE FOLIA
Blüten = FARFARAE FLOS
Wurzel = FARFARAE RADIX

Botanik

Der Huflattich gehört zu den ersten Frühjahrsblumen, dessen Blühtriebe schon im Herbst angelegt werden und vor der Entwicklung der Laubblätter im Februar bis März erscheinen.
Im Februar bis April erscheinen zunächst nur die gelben korbförmigen Blütenstände. Sie setzen sich aus ca. 300 weiblichen Zungenblüten und 30-40 männlichen Röhrenblüten zusammen. Erst nach deren Verblühen folgen die Blätter.
Die Blätter wirken leicht adstringierend und duften schwach. Die Blüten riechen leicht honigartig und schmecken etwas süß.

Verbreitung:

In Europa, Afrika, West- und Ost-Asien
In Nordamerika eingebürgert

An Acker- und Wegränden, auf lehmig-tonigem Boden. Ödland, in der Nähe von Ziegeleien:Trocken-warme Standorte auf durchlässigen Böden; Dämme, Steinbrüche, unbefestigte Wege.  Anzeiger für kalkhaltige, säurearme Böden. Eine Pionierpflanze

Inhaltsstoffe

Blätter

Ätherische Öle
Bitterstoffe
Cumarine           Aesculetin
Flavonoide
Gerbstoffe
Mineralien          Kalium
Schwefel
Kalzium
Phosphor
Magnesium
Eisen
Kieselsäure
Zink (Gehalt abhängig vom Bodengehalt)
Natriumnitrat
Polysaccharide   Inulin
Saure Schleimpolysaccharide
Arabinose
Galacrose
Glucose
Uronsäuren
Xylose
Rhamnose
Fucose
Pyrollizidinalkaloide    Senecionin
Senkirkin bis zu 0,01%
Tussilagin
Säuren, organische    Gallussäure
Weinsäure
Apfelsäure
Schleimstoffe
Sterole             Campesterol
Sitosterol
Terpene           Tussilagon
Triterpene        α-Amyrin
Β- Amyrin

Blüten

Ätherische Öle
Flavonoide        Kämpferol
Quercetin
Polysaccharide    Saure Schleimpolysaccharide
Arabinose
Galacrose
Glucose
Uronsäuren
Xylose
P-hydroxybenzoesäure
Pyrrolizidinalalkaloide
Säuren               Ferulasäure
Kaffeesäure
Sterole               β- Sitosterol
Taraxasterol
Terpene             Tussilagon
Notonipetranon
Β-Amyrin
Triterpene         Arnidiol
Faradiol
Xanthophyllester

Wurzel

Bitterstoffe
Gerbstoffe
Lupeol
Inulin
Pyrrolizidinalalkaloide
Sterole            β- Sitosterol
Triterpene        α-Amyrin
Β- Amyrin
Zinkcarbonat

Wirkungen

Allgemein:
-    Entzündungshemmend
-    Tonisierend

Verdauungstrakt:
-    Fördert den Gallefluss
-    wirkt entkrampfend auf die Gallenwege
-    wirkt entkrampfend auf Magen und Darm (z.B. bei Koliken)

Atemwege:
-    lindert den Hustenreiz
-    entschleimt und desinfiziert die Lunge
-    fördert das Abhusten
-    wirkt schleimverflüssigend

Haut:
-    vermindert die Talgproduktion
-    hautschützend

Anwendung

Als Tee, Brei, Wickel, Tabak oder ätherisches Öl

-    alle chronischen Erkrankungen der Lunge
-    Asthma bronchiale
-    Reiz- und Kitzel-husten
-    Reizerscheinungen in Mund und Rachen
-    Schleimhautreizungen im GIT (Tee  ungesüßt trinken)
-    Bei chronischer Bronchitis,
-    Staublunge
-    Emphysem 
-    rheumatische Leiden, die durch schwere Erkältungen entstanden sind
-    Skrofulose
-    zur Verhinderung von Reizungen der Darmschleimhaut.

Der Blätterbrei äußerlich aufgelegt hilft bei
-    Lungenleiden
-    Gewebsquetschungen
-    Gewebsschwächen
-    Ekzemen
-    Hautjucken
-    Neuralgien
-    Krampfadern

Nebenwirkungen:

Je nach Zuchtform und Standort enthält der Huflattich leberschädigende Prrolizinalalkaloide und sollte darum nicht länger als 4-6 Wochen im jahr angewandt werden.

Kontraindikationen:

Schwangerschaft und Stillzeit

Ernte und Aufbereitung

Die Blüten sammelt man bei schönem Wetter, wenn sie ganz entfaltet sind. Sie sollten schnell getrocknet werden. Aber vor allem die Blätter werden für arzneiliche Zwecke genutzt. Man sammelt sie in den Monaten Mai bis Juni, bevorzugt junge, meist handtellergroße Blätter und nimmt nur solche, die sauber und nicht von der Erde beschmutzt sind. Wegen des Schleimgehaltes ist Waschen unzweckmäßig. Blätter, die in der Sonne wachsen sind wirksamer als die Schattenblätter. Die gesammelten Blätter sollten zerschnitten werden, damit sie schneller trocknen.

Huflattichtee:

2 gehäufte TL auf 250ml infus
3mal tgl. 1 Tasse
mit Honig zu süßen


Letztes Update 16.05.2012 | Copyrightę Heilpraktikerin Antje Streifler 2010 | Seite drucken: Huflattich