Heilpraktikerin Antje Streifler - Berlin Mitte
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Schmerzen

Schmerzen physiologisch und aus Sicht der Chinesischen Medizin

Definition:
Schmerz wird definiert als ein unangenehmes, subjektives Sinnes- und Gefühlserlebnis, das einhergeht mit einer echten oder potenziellen Gewebeschädigung.
Er ist primär ein Signal des Körpers, das uns warnt.
Mit Ausnahme des Gehirns und der Funktionsgewebe der Organe (Parenchym) besitzen alle Gewebe des Körpers Nervenzellen, die Schmerz übermitteln können (Nozizeptoren).
Diese Sensoren lassen bei anhaltendem Schmerz nicht nach Schmerz zu vermitteln, im Gegenteil; bei einer Sensibilisierung sinkt sogar ihre Reizschwelle und es kann zu einer erhöhten Schmerzempfindung (Hyperalgesie) kommen.
Eine Schmerzauslösung durch normalerweise nicht-schädliche Reize wird Allodynie genannt.

Ursachen:
Nozisensoren können sowohl auf mechanische und chemische als auch auf starke Hitze- oder Kältereize reagieren. Sie besitzen nicht nur Rezeptoren für Stoffe, die Ihre Erregung fördern sondern auch für solche, die Ihre Erregung hemmen können (z.B. Endorphine).

Die Qualität der Schmerzen (z.B. pochend, ziehend, brennend...) gibt Hinweise auf ihre Ursachen.
Aus Sicht der Chinesischen Medizin liegt häufig eine Stagnion von Qi oder Blut vor. Stagnationen gehen mit Blockaden oder Obstruktionen des Qi-Flusses einher.
Aber auch sogenannte Fülle- oder Leere-Muster können Schmerzen verursachen.

Symptome:
Abhängig vom Auslöser der Schmerzen kann es zu nozizeptiven (z.B. durch eine Hautverletzung), inflammatorischen (durch Entzündungen) oder neurogenen (durch geschädigte Nervenfasern) Schmerzen kommen.
Wenn schmerzvermittelnde Nervenfasern geschädigt werden, wird der dadurch ausgelöste Schmerz in der Regel so empfunden, als käme er aus der Peripherie. So kann z.B. eine Verspannung, die auf die Nerven im Bereich der Halswirbel drückt Schmerzen verursachen, die bis in die Finger ausstrahlen.
Ein anderer Fall, in dem Schmerzen häufig an einer anderen Stelle als der geschädigten empfunden werden, ist die Schädigung innerer Organe. Da die Nozisensoren der Haut und die der Inneren Organe Ihre Signale häufig an dieselben Neurone weiterleiten wird z.B. ein Herzinfarkt häufig als Schmerz im Oberbauch oder im linken Arm empfunden.

Ein Schmerz führt nicht nur dazu, dass wir uns des Ortes und der Art der Schädigung bewusst werden. Er löst daneben auch Reaktionen, Reflexe oder Schonhaltungen aus, führt zu vegetativen Veränderungen wie Schweißausbrüchen oder beschleunigtem Herzschlag und zu affektiven Reaktionen wie depressiven Verstimmungen.
Das spezifische Schmerzverhalten fördert i.d.R. die Aufrechterhaltung und Verstärkung der Symptomatik.


Behandlung:
Bei der Behandlung von Schmerzen hat sich die Akupunktur bewährt. In der Regel wird dabei eine Kombination von Lokal- und Fernpunkten auf dem betroffenen Meridian genadelt.
Akupunktur senkt die Schmerzen sowohl lokal als auch segmental. Darüberhinaus wirkt die Akupunktur schmerzlindernd über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und nimmt direkt einen Einfluss auf die Hüllzellen der Nerven.
Wenn sogenannte Kälte- oder Leere-Muster vorliegen wird auch die Moxibustion eingesetzt. Letzteres kommt zum Beispiel häufig bei Menstruations- oder Rücken-Schmerzen vor.
Unterstützend kann die Pflanzeheilkunde oder Homöopathie eingesetzt werden.

Patienteninformation:

Koffein und chemisch verwandte Substanzen schwächen die schmerzhemmende Wirkung der Akupunktur ab. Dies macht sich schon bei einer Tasse Kaffeee bemerkbar.

Letztes Update 01.11.2010 | Copyrightę Heilpraktikerin Antje Streifler 2010 | Seite drucken: Schmerzen